Tipps
Wie finde ich die richtige Reifengröße?
Sie finden die Reifengröße in Ihrem Fahrzeugschein oder Brief unter Punkt 20-23 (Serienbereifung) oder unter Punkt 33 mögliche Umrüstgrößen bzw. Umrüstauflagen, z.B. vorgeschriebenes Reifenfabrikat.
In solchen Fällen empfiehlt es sich immer, vorher mit dem Reifenspezialisten zu sprechen. Aber auch bei Serienbereifung ist der Fachmann gefragt: Das passende Profil für Ihr Fahrzeug, Ihren Fahrstil und Ihre Vorstellungen zu finden, erfordert Erfahrung und Kompetenz.
Sprechen Sie mit uns und erklären Sie uns Ihre Wünsche.
Gibt es eine Mindestprofilgröße?
Besonders bei Nässe zeigt sich, was ein Profil noch wert ist. Die Aufschwimmgeschwindigkeit, das Einsetzen von Quer- und Längsaquaplaning sowie die Bremswege bei Nässe hängen ganz entscheidend von der Profiltiefe ab.
Der Gesetzgeber hat hier “schlappe” 1,6 mm als Mindestwert festgelegt.
Das dies in unseren Augen nicht reicht, beweisen folgende Zahlen:
Profiltiefe Wasseraufnahme
8 mm
100 %3 mm
30 %1,6 mm
13,8 %1 mm
7,6 %Ein neuer Reifen mit 8 mm nimmt 100% Wasser auf, hat also maximale Aquaplaningsicherheit.
Stärker als der Gesetzgeber tragen diesen verminderten Werten die Versicherungen Rechnung!
Wir empfehlen deshalb rechtzeitig die Reifen zu wechseln, da ansonsten im Falle eines Unfalles versicherungsrechtliche Probleme auf Sie zukommen können.
Muss ich immer 4 neue Reifen kaufen?
Wir empfehlen Ihnen, an einer Achse Reifen gleicher Profilarten oder -tiefen zu montieren. Auch sollten nur Reifen des gleichen Herstellers auf einer Achse gefahren werden. Die Fahr- und Bremseigenschaften Ihres Fahrzeuges könnten sonst nachhaltig beeinträchtigt werden.
Lassen Sie auf jeden Fall nur Reifen montieren, die den Angaben des jeweiligen Fahrzeugherstellers entsprechen (siehe Fahrzeugschein!).
Die Angaben sollten übereinstimmen, erlaubt sind aber auch Reifen einer höheren Geschwindigkeitsklasse oder mit einem höheren Lastindex.
Ebenfalls erlaubt ist auch eine achsweise Kombination unterschiedlicher Sommerreifen. Aus unserer Sicht ist diese Wahl jedoch nicht optimal, da so die spezifischen Leistungsmerkmale unserer Reifen nicht konsequent genutzt würden. In den meisten europäischen Ländern sind übrigens ausschließlich Sommer- oder Winterreifen (M+S) vorgeschrieben. In Österreich und Frankreich gilt dies für alle 4 Radpositionen.
Unser TIPP:
Fahren Sie nur mit 4 Reifen vom gleichen Hersteller und mit gleichem Profil. Fahren Sie Winterreifen nur an allen 4 Radpositionen.
Was bringt Silica?
Insbesondere bei Winterreifen gehen die Hersteller immer mehr dazu über, dem Reifen in seiner Mischung weißes Pulver zuzusetzen: Silica - das Zaubermittel?
Silica hat aber eigentlich gar nichts Geheimnisvolles an sich, es ist das Salz der Kieselsäure, chemisch als Siliziumdioxid bezeichnet.
Dieser Stoff ersetzt in der Gummimischung der Reifenlauffläche teilweise den Ruß. Mit Silica ist auch ein ganz wesentlicher Zielkonflikt in der Reifenentwicklung erheblich entschärft worden:
Bessere Nässeeigenschaften mußten bisher mit schlechterem Rollwiderstand “erkauft” werden. Deshalb konnten im Rollwiderstand optimierte Reifen bei Aquaplaning nie so richtig glänzen. Dieses Problem löst nun dieses weiße Pulver. Denn dank Silica sind jetzt Mischungen möglich, die mehrere Eigenschaften gleichzeitig auf ein hohes Niveau bringen, so eben auch Nässeverhalten und Laufleistung.
Heute verringert Silica den Rollwiderstand des Pneus und sorgt im Ergebnis für eine Reduzierung des Treibstoffbedarfs. Der Kunde spürt das an der Zapfsäule.
Zudem bleibt die Kautschukmischung durch die Zugabe von Silica auch bei tiefen Temparaturen elastischer und haftet so besser.
So hat sich Silica als fester Bestandteil moderner Winterreifentechnologie etabliert.
Was bedeutet eigentlich T-, H- oder Z-Reifen?
Diese Buchstaben sind Symbole für die maximale Höchstgeschwindigkeit, mit der der Reifen gefahren werden darf.
A2
maximal 10 km/hA8
maximal 40 km/hB
maximal 50 km/hD
maximal 65 km/hF
maximal 80 km/hG
maximal 90 km/hJ
maximal 100 km/hK
maximal 110 km/hQ
maximal 160 km/hS
maximal 180 km/hT
maximal 190 km/hH
maximal 210 km/hV
maximal 240 km/hW
maximal 270 km/hY
maximal 300 km/hZ
maximal 240 km/hWas kann ich für meinen Reifen tun?
Das Wichtigste ist der richtige Luftdruck. Am besten kontrollieren Sie bei jeder 2. Tankfüllung nach! Für den Winterreifen empfehlen wir plus 0,2 bar, weil die weichere Gummimischung auf zu geringen Fülldruck empfindlich reagiert.
Nicht benötigte Reifen sollten in kühlen, belüfteten Räumen liegend oder hängend aufbewahrt werden. Der Kontakt mit Öl oder Benzin ist zu vermeiden.
Wann soll ich den Luftdruck messen?
Die Lebensdauer und Sicherheit eines Reifens ist maßgeblich abhängig vom richtigen Luftdruck. Dieser Wert wird gemeinsam von Reifen- und Fahrzeugherstellern für jedes Fahrzeug individuell festgelegt. Zu hoher oder zu niedriger Luftdruck verhindert den optimalen Kontakt des Profils zur Fahrbahn. Die Folgen sind nicht nur übermäßiger oder ungleichmäßiger Profilabtrieb, sondern auch eine deutlich schlechtere Haftung, die vor allem bei höheren Kurvengeschwindikeiten oder Nässe schnell gefährlich werden kann.
Unser TIPP:
Kontrollieren Sie den Luftdruck ca. alle 4 Wochen. Vergessen Sie dabei nicht den Reservereifen, hier sollte der Druck um 0,5 bar höher sein,damit er im Falle des Falles auch optimal einsetzbar ist!
WICHTIG:
Luftdruck nur bei “kalten” (nicht warmgefahrenen) Reifen messen!
Können es auch gebrauchte Reifen sein?
Reifen sind leistungsfähige Produkte, die bei falscher, unsachmäßiger Handhabung beschädigt werden und so Gefahren in sich bergen können.
Unser TIPP:
Wenn Sie die “Vorgeschichte” der gebrauchten Reifen nicht kennen, verzichten Sie auf die Montage. Niemals gebrauchte Reifen unbekannter Herkunft montieren !
